Zur Bestimmung des peripheren Hörvermögens bei Kindern und Erwachsenen werden die Tympanometrie (Mittelohrfunktion), die Tonaudiometrie (Hörschwellenbestimmung), Sprachaudiometrie (Verstehen von Wörtern und Zahlen) und Otoakustische Emissionen (Funktion der Haarzellen im Innenohr) eingesetzt.

Die Verordnung von Hörgeräten wird in einer Hilfsmittel-Richtlinie geregelt. Vor der Hörgeräteanpassung wird eine ausführliche Hördiagnostik beim HNO-Arzt durchgeführt. Damit sollen medizinisch behandelbare Schwerhörigkeiten ausgeschlossen werden. Die Hörgeräte werden in Fachgeschäften von Hörgeräteakustikern angepasst. Nach der Hörgeräteanpassung wird der Hörgewinn mit Hörgerät in der HNO-Praxis überprüft.

Zwei Messverfahren sind zum Hörscreening bei Neugeborenen zugelassen:

  1. Otoakustische Emissionen: (Funktion der äußeren Haarzellen im Innenohr)
  2. BERA/AEP: Die Reizweiterleitung der akustischen Signale wird im Hörnerven bis zum Eintritt in den Hirnstamm erfasst. Dabei kann auch die Hörschwelle des Neugeborenen bestimmt werden. Beide Untersuchung stellen keine Gefahr für das Neugeborene dar. Idealerweise erfolgt die Untersuchung morgens beim gestillten und schlafenden Baby durchgeführt.

Gleichgewichtsorgan und Innenohr sind miteinander verwandte Organe. Zur Abklärung von Schwindel wird neben der Gleichgewichtsprüfung auch eine Hörprüfung durchgeführt. Die Hirnstammaudiometrie misst die Reizweiterleitung im Nerven (Nervus vestibulocochlearis).

Flexible und starre Endoskope werden zur Beurteilung der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen, des Nasenrachenraums, des Rachens und des Kehlkopfes eingesetzt.

Der Transport flüssiger, breiiger und fester Nahrungsmittel durch die oberen Speisewege wird mit einem dünnen biegsamen Endoskop beurteilt. Schluckstörungen kommen z.B. nach Operationen im Kopf-Halsbereich und bei Neurologischen Erkrankungen vor.

Mit der Sonographie werden Stirn- und Kieferhöhlen bei akuten oder chronischen Erkrankungen untersucht.

Sonographie der Halsweichteile: Die Halsweichteile lassen sich mit der Sonographie sehr gut beurteilen. Insbesondere bei Erkrankungen der Speicheldrüsen und der Lymphknoten bietet die Sonographie eine gute Alternative oder Ergänzung zu anderen bildgebenden Verfahren.

Die Allergologie in der HNO-Heilkunde beschäftigt sich vorwiegend mit Inhalationsallergenen (Pollen, Milben, Schimmelpilze, Tierhaare). Durch Einatmen der feinen Eiweißstrukturen werden bei allergischen Patienten Entzündungsreaktionen in den Atemwegen unterhalten (Heuschnupfen, chronischer Schnupfen, Asthma etc.). Mit dem Pricktest wird nach 15-20 min das Testergebnis abgelesen. Eine Laboruntersuchung aus dem Blut oder nasale Provokationstests können die Diagnostik ergänzen. Nahrungsmittelallergien erklären sich häufig durch Kreuzreaktionen mit Inhalationsallergenen.

Dem allergischen Patienten wird in regelmäßigen Abständen eine bestimmte Menge an Allergenen verabreicht (subkutan oder oral). Ziel ist die Toleranzentwicklung gegenüber diesen Allergenen. Die Spezifische Immuntherapie ist mittlerweile gut etabliert und wissenschaftlich fundiert. Die Kosten werden von der Gesetzlichen und der Privaten Krankenversicherung übernommen.

In der ambulanten Polygraphie werden Atemfluss, Sauerstoffsättigung, Puls und Atembewegungen von Brust und Bauch aufgezeichnet und ausgewertet. In einigen Fällen ist eine weitere Abklärung in einem Schlaflabor erforderlich.

Die Akupunktur kann allergische Erkrankungen und Schmerzen lindern. Sie kann nicht zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden.

Durch meine Tätigkeit in zwei großen Münchner Kliniken habe ich Erfahrung in der Kopf-Hals-Chirurgie und berate Sie vor operativen Eingriffen. Gerne übernehme ich – soweit möglich - die postoperative Nachsorge.